Verbrechen, Sex, allgemeiner Werteverfall, aber auch die Suche nach einer neuen Spiritualität - mit dem Beginn der Perestrojka haben sich viele russische Schriftstellerinnen und Schriftsteller von der realsozialistischen Gängelung befreit und an den großen Tabus der Sowjetzeit gerührt. Sie tragen zu der in ihrer Vitalität und Vielfalt einzigartigen Literaturszene bei, die das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse kennzeichnet.
In einem Feature stellt "Kulturzeit extra" Schriftstellerinnen und Schriftsteller vor, deren Bücher Schlüssel zum Verständnis der heutigen russischen Gesellschaft sind. Dazu gehören unter anderen der Avantgarde-Poet Vladimir Sorokin, die Krimiautorin Alexandra Marinina, der Politrebel Eduard Limonow, die Sprachvirtuosin Tatjana Tolstaja, der junge ambitionierte Autor Sergej Schargunow und das "russische Fräuleinwunder" Irina Denezkina.